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Wie lagert man Papierbecher in großen Mengen richtig, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden?
Jan 09 , 2026
Für Großhändler und Restaurantketten ist die Beschaffung von Einweggeschirr oft eine Frage der Menge. Der Kauf containerweise ermöglicht es Unternehmen, die besten Margen zu erzielen, doch diese Strategie birgt eine entscheidende Variable, die oft übersehen wird, bis es zu spät ist: Lagerumgebungskontrolle Die
Im Gegensatz zu Alternativen aus Kunststoff oder Schaumstoff sind Papierprodukte „lebendige“ Materialien.
Karton ist hygroskopisch, das heißt, er strebt ständig nach einem Gleichgewicht mit der Feuchtigkeit in der umgebenden Luft.
Wird dieses Gleichgewicht durch unsachgemäße Lagerung gestört, können die finanziellen Folgen gravierend sein – von beschädigten Warenbeständen bis hin zum „stillen Killer“ ovalisierter Ränder, die automatische Ausgabemaschinen blockieren.
Dieser Leitfaden beschreibt detailliert die technischen Protokolle zur Erhaltung der strukturellen Integrität Ihres Lagerbestands, wobei sowohl Standardbestände als auch Premiumprodukte im Fokus stehen. Großhandel mit doppelwandigen Pappbechern ausgerichtet auf den Spezialitätenkaffeemarkt.
Um Schäden vorzubeugen, müssen Lagerleiter zunächst die Ausfallmechanismen verstehen. Ein handelsüblicher Pappbecher wird aus Frischfaserkarton hergestellt, dessen Grammatur typischerweise zwischen 190 g/m² und 350 g/m² liegt. Die Steifigkeit des Bechers beruht auf den Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Zellulosefasern.
Steigt die relative Luftfeuchtigkeit in einem Lagerraum, dringt Wasserdampf durch die mikroskopisch kleinen Poren der Kartons und schließlich auch in die Pappbecher selbst ein. Die Fasern quellen auf, da sie Wasser aufnehmen. Durch diese Quellung werden die Fasern auseinandergedrückt, wodurch die Wasserstoffbrückenbindungen geschwächt werden, die dem Becher seine Stabilität verleihen.
Das "Ovalisierungs"-Phänomen
Am unmittelbarsten wird der Becherrand durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Der gerollte Rand ist der stabilste Teil des Bechers und sorgt dafür, dass der Deckel fest sitzt. Bei Feuchtigkeitsaufnahme verändert sich die innere Spannung des gerollten Papiers, wodurch sich der perfekt runde Rand zu einer ovalen Form verformt.
Die Konsequenz: Die Deckel schließen nicht mehr richtig, was zu Verschüttungen, Kundenbeschwerden und einem hohen Abfallaufkommen an der Bedienungstheke führt.
Daten: Steifigkeitsverlust im Laufe der Zeit bei hoher Luftfeuchtigkeit
| Umweltbedingungen | Belichtungsdauer | Änderung des Feuchtigkeitsgehalts | Druckfestigkeitsverlust | Risikostufe |
| Ideal (45-55% relative Luftfeuchtigkeit) | 30 Tage | +/- 0,5 % | < 1 % | Vernachlässigbar |
| Hoch (65-75 % relative Luftfeuchtigkeit) | 7 Tage | + 2-3% | 8-12% | Mäßig (Weichmachend) |
| Kritisch (> 80 % relative Luftfeuchtigkeit) | 24 Stunden | + 5 % | > 20 % | Schwerwiegend (Zusammenbruch) |
Nicht alle Pappbecher reagieren gleich auf Umwelteinflüsse. Das Beschichtungsmaterial, das das Papier wasserdicht macht, spielt eine wichtige Rolle für die Lagerstabilität.
1. Mit Polyethylen (PE) ausgekleidete Becher
Standard-PE-beschichtete Becher sind die Arbeitspferde der Branche. Die Kunststoffbeschichtung bietet von innen einen guten Feuchtigkeitsschutz, die Außenseite und der Boden des Bechers bleiben jedoch unbeschichtetes Papier. Obwohl sie relativ widerstandsfähig sind, führt eine längere Einwirkung von über 70 % Luftfeuchtigkeit dennoch zu einem aufgeweichten Boden, bei dem der Becherboden matschig wird.
2. Umgang mit biologisch abbaubaren Optionen
Da sich der Markt in Richtung Nachhaltigkeit entwickelt, lagern die Händler mehr Produkte ein. Biologisch abbaubare PLA-Pappbecher Polymilchsäure (PLA) ist ein Biokunststoff, der aus Pflanzenstärke gewonnen wird.
3. Es ist deutlich empfindlicher als PE.
Hitzeempfindlichkeit: PLA hat eine niedrigere Wärmeformbeständigkeitstemperatur. Wenn Ihr Lager schlecht isoliert ist und die Temperaturen im Sommer über 40 °C steigen, können PLA-Auskleidungen weich werden.
Hydrolyserisiko: Bei großer Hitze kombiniert Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann PLA hydrolysieren, wobei die Polymerketten aufbrechen. Dies führt dazu, dass die Auskleidung reißt oder spröde wird, noch bevor die Verpackung geöffnet wird. Für diese umweltfreundlichen Produkte ist eine Klimatisierung daher unerlässlich.
Selbst bei perfekter Klimatisierung kann der direkte Kontakt mit feuchten Oberflächen Waren verderben. Die Feuchtigkeitswanderung in Lagerhallen ist selten gleichmäßig; typischerweise wandert sie von kalten Oberflächen (Betonböden und -wänden) zu wärmeren, porösen Materialien (Kartons).
Das Paletten-Imperativ
Stellen Sie Kartons niemals direkt auf einen Betonboden. Beton ist porös und speichert Bodenfeuchtigkeit, wodurch er wie ein Schwamm wirkt, der diese langsam wieder abgibt.
Erfordernis: Verwenden Sie Paletten aus Kunststoff oder wärmebehandeltem Holz. Kunststoff ist vorzuziehen, da Holz ebenfalls Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Slip Sheets: Für zusätzlichen Schutz legen Sie eine Kunststoff-Zwischenlage oder eine Schicht Restkarton zwischen die Palettenoberfläche und die erste Schicht Produktkartons. Dadurch entsteht eine zusätzliche Schutzschicht.
Wandabstand (Die 18-Zoll-Regel)
Wenn Waren dicht an die Wände eines Lagerhauses gedrängt werden, begünstigt das Schimmelbildung. An den Wänden bildet sich häufig Kondenswasser aufgrund von Temperaturunterschieden zwischen Außen- und Innenluft.
Protokoll: Halten Sie einen Mindestabstand von 45 cm (18 Zoll) zwischen den Regalen/Paletten und den Außenwänden ein. Dieser Abstand ermöglicht die Luftzirkulation, die Schädlingskontrolle und verhindert, dass Kondenswasser von den Wänden auf die Lagerboxen gelangt.
Lagerhallen bieten begrenzten Raum, und die Versuchung, möglichst hoch zu stapeln, ist groß. Pappbecher sind jedoch im Grunde Hohlzylinder. Ihre Druckfestigkeit ist begrenzt. Bei der Organisation Ihres Regalsystems müssen Sie die Dichte der Produkte berücksichtigen.
Das „Schwer-Tief“-Prinzip
Ein häufiger Fehler in Lagern mit gemischten Beständen ist das Stapeln schwerer, dichter Kartons auf leichtere, zerbrechlichere. Segmentieren Sie Ihre vertikale Lagerung immer nach Produktdichte:
Unterste Ebene: Schwere, dichte Gegenstände wie D Einweg-Suppenschüsseln mit Deckel Suppenschüsseln sind oft breiter und aus dickerem Karton gefertigt, wodurch ihre Kartons deutlich schwerer sind als Getränkebecher. Sie bieten einen stabilen Stand.
Mittlere Ebene: Standard-Einwandbecher (8oz, 12oz).
Top-Tier: Leichtere Gegenstände wie Servietten, Hüllen oder Plastikdeckel.
Schutz von doppelwandigen Produkten
Besondere Sorgfalt ist geboten bei Großhandel Doppelwandige Papierbecher Diese Produkte bestehen aus einer äußeren Papierschicht mit einem dazwischenliegenden Luftspalt zur Isolierung. Durch diese zweilagige Konstruktion sind sie etwas voluminöser, aber auch anfälliger für Beschädigungen. Stapelt man schwere Gegenstände auf diese Kartons, kann der äußere Druck die Außenwand eindrücken. Der Becher mag zwar weiterhin flüssigkeitsdicht sein, aber seine Optik ist beeinträchtigt.
Empfohlene Stapelgrenzen
| Kartonart | Maximale Stapelhöhe (Sommer/Feucht) | Maximale Stapelhöhe (Winter/Trocken) |
| Standard-8-Unzen-Becher | 5 Schichten | 6 Schichten |
| Hochbelastbar / Doppelwandig | 4 Schichten | 5 Schichten |
| Pappschalen / Lebensmittelbehälter | 4 Schichten | 5 Schichten |